Unsere Heimat

Die weit überwiegend im Bergbau, der Verhüttung, und in der Landwirtschaft beschäftigten Menschen von der Köttingerhöhe bauten ihre Gemeinde nach den Kriegen immer wieder auf, so dass sich unsere Heimat von den schrecklichen Folgen der Kriege  erholen konnte. Dienstleistungsunternehmen, Geschäfte zur Deckung des täglichen Bedarfs und einige sich rasch positiv entwickelnde Firmen im Maschinenbau boten Arbeitsplätze und eine gute Perspektive. Die florierende wirtschaftliche Situation sorgte auch auf der Köttingerhöhe für eine Steigerung des Lebensstandards in den Familien und bot der politischen Gemeinde Köttingerhöhe die Möglichkeit in die Infrastruktur zu investieren und ihre Haushalte auszugleichen. Die Schulkinder, die erstmals 1813 durch eine Wanderschule, seit 1860 im Schulgebäude im Grünental, und nach dem Brand dieses Gebäudes, 1879 in der neuerbauten Schule in Hausen eingeschult wurden, mussten 1931 einen weiteren Standortwechsel vornehmen, da die Schule in Hausen zu klein wurde. 1931 wurde die neue Volksschule Köttingen, auf Schönsteiner Gebiet, für die Klassen 1 bis 8,  eingeweiht. Die Neuordnung des Schulwesens im Lande Rheinland-Pfalz bedingte 1971 die endgültige Schließung der Schule. Die Kinder der Köttingerhöhe gingen fortan in Wissen zur Schule. Heute wird das Gebäude nach Umbau und Anbau von der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in der Trägerschaft der Verbandsgemeinde Wissen genutzt. In ihr sind 4 Gruppen untergebracht. Im Jahre 1968 wurde ein gemeinsamer Urantrag eines Gesetzes zur kommunalen Gebietsreform durch die Fraktionen in den Rheinland-Pfälzischen Landtag eingebracht, der unter anderem die Auflösung der Gemeinde Köttingerhöhe und die Eingliederung in die Gemeinde Wissen vorsah. Bei der um kommunale Selbständigkeit ringenden  Gemeinde Köttingerhöhe stieß der Gesetzentwurf auf deutliche Ablehnung. Allen Bemühungen blieb jedoch der Erfolg versagt. Das Vierte Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz wurde am 17.12.1968 verabschiedet. In § 15 wird die Auflösung der Gemeinde Köttingerhöhe (sowie auch die frühere selbständige Nachbargemeinde Schönstein), und die Eingliederung ihres Gebietes in die Stadt Wissen (Stadterhebung mit Urkunde vom 19.04.1969) bestimmt. Das Gesetz trat am 07.06.1969 in Kraft. Von diesem Tage an hatte die Gemeinde Köttingerhöhe mit ihren rund 700 Einwohnern ihre Selbständigkeit verloren. Sie wurde ein Stadtteil der Stadt Wissen und trug aufgrund der mehrfach vorgenommenen positiven Luftmessungen  auch dazu bei, dass Wissen  das Prädikat „Luftkurort“ führen darf. Der Traditionsverein Männergesangverein „Zufriedenheit“ Köttingerhöhe war von dieser politischen Entscheidung, der Auflösung der Gemeinde, selbstverständlich als Verein mit seinem Vereinsnamen nicht betroffen. Mit seinen sängerischen Aktivitäten und Erfolgen hat der MGV weit über unsere Region hinaus einen Bekanntheitsgrad erhalten. Im Namen des Verein lebt der Name der früheren selbständigen Gemeinde  weiter.
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Singen macht Spaß!

Unsere Heimat, die Köttingerhöhe

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